Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut für die Erforschung, Überwachung und Aufklärung von Infektionskrankheiten und nicht übertragbaren Krankheiten mit Sitz in Berlin. Es wurde am 01. Juli 1891 unter Leitung des Namensgebers Robert Koch eröffnet und übernahm zunächst Aufgaben für Städte und Reichsbehörden sowie die Beantwortung internationaler Anfragen. Als obere Bundesbehörde ist das RKI seit 1994 für das Bundesministerium für Gesundheit (siehe auch: BMG) tätig.

 

 

Gesetzliche Grundlage

 

Aufgrund seiner Spezialisierung auf den Fachbereich der Infektionskrankheiten, wurden dem RKI spezialgesetzliche Vollzugsaufgaben zugewiesen. Diese reichen vom Bereich des Infektionsschutzes, über die Gesundheitsberichterstattung, bis hin zu wissenschaftlichen Aufgaben. Folgende Gesetze fallen in den Tätigkeitsbereich des RKI:

  • BGA-Nachfolgegesetz – BGA-NachfG
  • Infektionsschutzgesetz – IfSG
  • Transfusionsgesetz – TFG
  • Stammzellgesetz – StZG in Verbindung mit der ZES-Verordnung – ZESV
  • Gentechnikgesetz – GenTG
  • EG-Gentechnik-Durchführungsgesetz – EGGenTDurchfG
  • Chemikaliengesetz – ChemG
  • Gefahrgutbeförderungsgesetz – GGBefG
  • Gefahrgutverordnung See – GGVSee (insbesondere § 6 Absatz 8)
  • Bundeskrebsregisterdatengesetz – BKRG

 

 

Aufgaben der RKI

 

Die grundsätzlichen Aufgaben des RKI werden durch die relevanten Gesetze bestimmt und daraus abgeleitet:

  • IfSG
    • Übernahme der Verantwortung als Leitinstitut des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD)
    • Pflege des eigens entwickelten Meldesystems infektionsepidemiologischer Daten
  • TFG
    • Verarbeitung der vierteljährlich an das RKI gemeldeten Daten zu Spende- und Untersuchungszahlen von Infektionskrankheiten
    • Austausch mit den Blut- und Plasmazentren
    • Trendbeobachtung und -bewertung von relevanten Infektionen
    • Erhebung von Prävalenz und Inzidenz
  • StZG
    • Prüfung von Anträgen auf Import und Verwendung von humanen embryonalen Stammzellen in wissenschaftlichen sowie ethisch vertretbaren Forschungsprojekten
  • GenTG
    • Prüfung der Anträge auf Verwendung gentechnisch veränderter Organismen sowie Lebens- und Futtermittel

In Kommissionen und Arbeitskreisen werden zudem medizinische Empfehlungen erarbeitet und veröffentlicht.

Außerdem ist am RKI das Informationszentrum des Bundes für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (IBBS) eingerichtet, um beratenden Tätigkeiten hinsichtlich der biomedizinischen Sicherheit und der Erregerdiagnostik nachzugehen.

 

Hier geht es zur Website

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichern wir Informationen über Ihren Besuch in Cookies (Deutsch: Kekse). Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Mehr zum Datenschutz
Einverstanden