KU Gesundheitsmanagement – 13. Januar 2016

 

G-DRG System – Lösungsansätze für mehr Transparenz

In einem durchgängig pauschaliertem Entgeltsystem, die Rede ist vom G-DRG System, ist der Spielraum für die Refinanzierung von Innovationen im Bereich der Medizinprodukte eng. Zudem wird klaren Spielregeln gefolgt. Die technische Weiterentwicklung von medizinischen Leistungen steht oftmals im Widerspruch zwischen Leistungserbringung und teilweise restriktiver Verweigerungshaltung der Kostenträger bei der Finanzierung dieser Leistungen. Für Krankenhäuser ist die Frage nach dem Reimbursement des Einsatzes bestimmter Verfahren oder Produkte zentral. Nicht zuletz wegen der stetig steigenden Erwartungshaltung der Patienten und der erwarteten Ergebnisqualität medizinischer Leistungen.

Auf der anderen Seite stehen die Hersteller, die nach langem Prozess die Marktreife erreicht haben und nun seitens der Krankenhäuser mit der Frage nach der Rückvergütung konfrontiert werden. Die Tatsache, dass die Rückvergütung für die Kaufentscheidung entscheidend ist, macht die Kenntnis und Transparenz hierüber unabdingbar.

Um adäquates Datenmaterial, welches für die Weiterentwicklung des Systems zwingend von Nöten ist zu verbessern, wurde eine neue Onlineplattform ins Leben gerufen. Für das bessere Verständnis rund um das G-DRG System wurde zudem eine umfangreiche Internetseite (https://reimbursement.institute) erstellt, die Neulingen sowie „alten Hasen“ dieses System zugänglicher macht oder vorhandenes Wissen ergänzt und/oder auffrischt.

Hersteller und Krankenhäuser gleichermaßen können hier, zum größten Teil kostenlos, relevante Informationen rund um das Thema Reimbursement einstellen oder abrufen. Die Darstellung der produktspezifischen Rückvergütungseigenschaften innerhalb des G-DRG Systems macht es den Akteuren nun leicht, schnell und einfach zu evaluieren wie sich ein Produkt im G-DRG System abbildet. Abgerundet wird dieses Angebot durch die NUB Börse und den Klinik Guide, welcher Analysen zu vergangenen Kodierungen von OPS und ICD bis auf Abteilungsebenen eines namentlich genannten Krankenhauses zulässt.

Der Artikel beschäftigt sich mit den Themen:

  • Schlüsselkompetenz im Medizincontrolling?
  • Gefahr der Fehlkodierung
  • Die Situation aus Sicht der Hersteller
  • sowie möglichen Lösungsansätzen

 

 

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